Antirassismus-Training

Ein Workshop für nicht von Rassismus Betroffene, die in der Gemeinwesenarbeit tätig sind.

Die Quartiersmanagements Brunnenstraße und Badstraße laden im Stadtteil aktive Menschen zu einem zweiteiligen Antirassismus-Training ein. 

Hinweis: Der Termin muss leider verschoben werden. 

Beschreibung:

Die  Zusammenarbeit mit Gemeinschaften, sei es innerhalb von Organisationen oder auf freiwilliger Basis, bringt oft die Möglichkeit mit sich, Pläne und Projekte für die Gemeinschaft festzulegen. Aber wer ist dieses Gemeinwesen? Und von welcher Position aus sprechen und definieren wir bei der Suche nach gemeinsamen Lösungen?

Diese Art von Arbeit erfordert, dass wir zunächst über unsere eigene Position nachdenken, um sie als etwas nicht Neutrales und nicht Absolutes zu verstehen. Innerhalb sozial heterogener Gemeinschaften ist diese Notwendigkeit sogar noch größer. Zu verstehen, dass unsere Perspektive historisch geprägt ist und dass wir von Fäden durchzogen sind, die auf den ersten Blick unsichtbar sein mögen und die Machtstrukturen darstellen, sollte eine erste Voraussetzung für die Arbeit mit und in Gemeinschaften sein.

Im Falle von Menschen, die zu den hegemonialen Gruppen gehören, d.h. die die Macht konzentrieren, z.B. weiße Menschen in der Gesellschaft, in der wir leben, ist eine kritische Reflexion über das Weißsein notwendig, denn wir sind daran gewöhnt, uns selbst als weißes, neutrales und einheitliches Blatt Papier zu sehen, und das sind wir nicht, im Gegenteil, unsere Sozialisation führt uns zu vielen der Perspektiven, die wir haben, und die wir, wenn wir uns nicht darum kümmern, dem Rest und in unseren Handlungen als die Norm auferlegen.

Indem wir den Ort, über den wir sprechen, nicht reflektieren, können wir historische Formen der Unterdrückung reproduzieren, selbst wenn wir es nicht beabsichtigen. Wenn wir offen darüber sprechen und sogar unsere Dominanz anerkennen, können wir uns besser mit dem Kontext und den Menschen um uns herum verbinden, ohne leicht in Kulturalismus oder die Dichotomie "sie x wir" zu verfallen, die Teil des Diskurses von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ist. Gerade weil wir dies in unseren Praktiken nicht reproduzieren wollen, müssen wir uns mit diesen Themen aus einer historischen Perspektive befassen und verstehen, dass es sich um strukturelle Probleme handelt, sie individuell reflektieren und diese Reflexion und dieses Wissen in unsere Gemeinschaftspraktiken einbringen. Dies ist der Vorschlag für diesen Workshop mit zwei Treffen, bei dem wir mit künstlerischen und autobiografischen Elementen und mit Gruppenaustausch arbeiten werden.

Ablauf:

Erstes Treffen: 

  • Historische Einführung in das Thema und Reflexion in einer persönlichen Dimension
  • Einführung in das Thema aus historischer Sicht
  • Reflexion aus autobiographischer Sicht
  • Wichtige Konzepte, die verstanden werden müssen (Kolonialismus, Weißsein, Othering, Weiße Vorherrschaft, Rassismus in drei Dimensionen, Rassismus, Intersektionalität, Mikroaggressionen, Privilegien, Transkulturalität).

Zweites Treffen: 

  • Selbstpositionierung x Arbeit mit/in Gemeinschaften
  • Analyse aktueller Situationen in der Arbeit mit Communities auf der Basis von Kulturalismus, Othering, weißer Dominanz etc. (Fallstricke).
  • Präsentation von realen konkreten Situationen und Verhandlungsformen durch Forumtheater.

Referent*innen:

  • Yili Rojas ist eine Künstlerin, Bildungsreferentin und Prozessbegleiterin. Sie arbeitet schwerpunktmäßig in den Bereichen Antirassismus und Gender und setzt sich vor allem für die Empowerment von Migrantinnen durch kreative Prozesse wie Schreiben, Theater, Druckgraphik usw. ein. Sie hat zwei Masterabschlüsse, einen davon in Art in Context an der UdK Berlin.

 

ANMELDUNG:

 

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