Diese Aktualisierung basiert auf dem IHEK 2022[1] und stellt eine zusammenfassende Darstellung der Handlungsbedarfe im QM-Gebiet Badstraße dar. Dieses Dokument soll als Aktualisierung des IHEK 2022 gelten und somit als Planungsgrundlage für die Projektentwicklung im Projekt- und Baufonds des Programms Sozialer Zusammenhalt ab dem Programmjahr 2025 dienen.
Ziel und Rahmen der Gesamtmaßnahme QM-Badstraße
Übergeordnetes Ziel ist die ganzheitliche Stabilisierung und Potentialentwicklung im QM-Gebiet Badstraße sowie die Verstetigung von selbsttragenden Projekt- und Netzwerkstrukturen.
Strukturförderung: Im Mittelpunkt einer jeden Maßnahme steht die Frage nach der zu stärkenden oder aufzubauenden Struktur.
Was steht am Ende der Maßnahme weiterhin zur Verfügung? (Unabhängig davon, ob materiell oder in Form von Wissen, oder Strukturen der Zusammenarbeit, etc.)
Gebietsbezogen: Jede Maßnahme wird mit Fokus auf den Sozialraum gedacht.
Was ist lokal vorhanden und kann gestärkt werden? Welche Synergien können gefördert werden? Was fehlt, und muss aufgebaut werden? Wer trägt das Aufgebaute später lokal weiter?
Zielsetzung innerhalb der Programm-Handlungsfelder
Übergeordnetes Ziel im Handlungsfeld Integration und Nachbarschaft ist die Förderung von Begegnung und gleichberechtigter Teilhabe und Partizipation in allen Lebensbereichen in einer durch Vielfalt und Migration geprägten Stadtgesellschaft.
Übergeordnetes Ziel im Handlungsfeld Bildung ist die Förderung von Chancengleichheit durch Stärkung der Bildungslandschaft im QM-Gebiet Badstraße.
Übergeordnetes Ziel im Handlungsfeld Gesundheit und Bewegung ist die Ganzheitliche Gesundheitsförderung auf den Ebenen des Individuums, der Gruppe und der sozialen und natürlichen Umwelt.
Übergeordnetes Ziel im Handlungsfeld Öffentlicher Raum ist die Verbesserung der teilhabe- und partizipations-, chancengleichheits- und gesundheits-fördernden Beschaffenheit, Versorgung und Nutzbarkeit des Öffentlichen Raums.
Übergeordnetes Ziel im Handlungsfeld Beteiligung, Vernetzung und Kooperation mit Partnerinnen und Partnern ist der Aufbau und die Stärkung von teilhabe- und partizipations-, chancengleichheits- und gesundheitsfördernden Beteiligungs-, Vernetzungs- und Kooperationsstrukturen.
Förderung von Begegnung und gleichberechtigter Teilhabe und Partizipation in allen Lebensbereichen in einer durch Vielfalt und Migration geprägten Stadtgesellschaft.
Begriffsbestimmung / Zugrundliegendes Verständnis
Teilhabe meint, dass alle Menschen grundsätzlich das Recht haben, sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen – egal, ob sie es in Anspruch nehmen oder nicht.
Partizipation bedeutet, dass Menschen an Entscheidungsprozessen beteiligt sind und Einfluss auf das Ergebnis nehmen können.
Handlungsbedarfe
Akteurslandschaft, Kooperations- und Netzwerkstrukturen
H1A1: Strukturelle Förderung von Bündnissen / Netzwerken
Bündnis gegen Rassismus
Vernetzung der Akteur*innen und ihrer Angebote
H1A2: Stärkung und Erhalt der lokalen Akteur*innen
Stärkung und Etablierung von WIB e.V.
Stärkung und Etablierung Kiezverein Badstraßenkiez e.V.
Infrastrukturelle Beschaffenheit (öffentlich und privat, innen und außen)
H1B1: Öffnung und Qualifizierung von Räumlichkeiten
Kümmelküche
Nachbarschaftsladen Butti16
Kiezoase / Grüntaler Treff
H1B2: Qualifizierung des öffentlichen Raums für Begegnung und Beteiligung
Veranstaltungsfläche Travemünder Str.
(Teilwiese über LZQ – Brunnenplatz)
Zielgruppenspezifische und -übergreifende Inhalte / Angebote
Fokus benachteiligte Bevölkerungsgruppen
H1C1: Jugendliche
Beteiligung, Empowerment, Engagement
H1C2: Senior*innen
Begegnung, Isolation, Armut
H1C3: Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrungen
Engagement, Teilhabe
H1C3: Zielgruppen-übergreifend
Begegnungsanlässe
Beratungsangebote
Noch offen: Ergebnisse des Projektes „Begegnung und Empowerment“
Stand: 04.02.2025 / Referenz des bisherigen Stands: IHEK 2022, S. 20
Förderung von Chancengleichheit durch Stärkung der Bildungslandschaft im QM-Gebiet Badstraße.
Begriffsbestimmung / Zugrundliegendes Verständnis
Chancengleichheit meint, dass jeder unabhängig etwa von seiner sozialen Herkunft, seiner Abstammung oder seinem Geschlecht die gleichen Chancen bei Bildung und Beruf bekommen soll.
Bildungslandschaft bedeutet, dass Kinder und Jugendliche nicht nur in der Schule, sondern auch an vielen anderen non-formalen Bildungsorten und informellen Settings lernen (z.B. in Jugendeinrichtungen, in der Bibliothek, beim Sport, in der Musikschule oder bei anderen Kulturangeboten). All diese Bildungsorte und Angebote sollen in einer Bildungslandschaft mitgedacht werden und unter Verfolgung gemeinsamer Ziele kooperieren.
Handlungsbedarfe
Akteurslandschaft, Kooperations- und Netzwerkstrukturen
H2A1: Stärkung der Netzwerk- und Kooperationsstrukturen
Ein starkes Bildungsnetzwerk
Stärkung von Kooperationen, insb.
Schulen-Partner
Grundschulen-Kitas
H2A2: Stärkung und Erhalt der lokalen Akteur*innen
Initiative LUNA PARK e.V. (in Koop. mit GBGS und evtl. WBS)
Profilstärkung der Schulen
Lernwerkstätten
Infrastrukturelle Beschaffenheit (öffentlich und privat, innen und außen)
H2B1: Modernisierung und Aufwertung der Ausstattung der Einrichtungen
(Teilweise in Umsetzung)
Schulhöfe
Bibliothek
H2B2: Qualifizierung des öffentlichen Raums zur Schaffung von Bildungsräumen
Grünes Klassenzimmer neben Bibliothek
Stadtraum / Stadtnatur als Lernort
Ausstattung für Sport im öff. Raum
Zielgruppenspezifische und -übergreifende Inhalte / Angebote
Eigenschaft aller Angebote: Partizipation, Diskriminierungs-kritisch, Inklusiv, Medienkompetenz
Fokussierung nach Bildungsbereich, mit inhaltlicher Schwerpunktsetzung
H2C1: Frühkindliche Bildung
Mehrsprachliche Bildung
Sport und Bewegung
H2C2: Schulische und Außerschulische Bildung
Demokratiebildung
Kulturelle und Künstlerische Bildung
Politische Bildung
Umweltbildung
H2C3: Erwachsenenbildung
Demokratiebildung
Umweltbildung
Politische Bildung
Stand: 04.02.2025 / Referenz des bisherigen Stands: IHEK 2022, S. 20ff
Ganzheitliche Gesundheitsförderung auf den Ebenen des Individuums, der Gruppe und der Gemeinwesenarbeit.
Begriffsbestimmung / Zugrundliegendes Verständnis
Gesundheitsförderung ist (in der Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung 1986) definiert als Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie dadurch zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen.
Eine ganzheitliche Gesundheitsförderung mit dem Ziel, die physische und psychische Gesundheit zu fördern, beinhaltet auch das Empowerment (Empowerment/Befähigung), sich selbst zu stärken und fürsorglich mit sich umzugehen.
Im Rahmen unseres Förderprogramms sehen wir Handlungsmöglichkeiten auf folgenden Ebenen der Gesundheitsförderung:
Verbesserung der teilhabe- und partizipations-, chancengleichheits- und gesundheits-fördernden Beschaffenheit, Versorgung und Nutzbarkeit des Öffentlichen Raums
Begriffsbestimmung / Zugrundliegendes Verständnis
Die Bearbeitung des Handlungsfelds Öffentlicher Raum wird in erster Linie als den o.g. Handlungsfeldern (Integration und Nachbarschaft, Bildung und Gesundheit und Bewegung) dienend betrachtet. Verbesserung der Nutzbarkeit und Sicherheit des öffentlichen Raumes sowie von öffentlich zugänglichen Flächen und Räumen.
Qualifizierung des öffentlichen Raums (attraktive Grün- und Spielflächen)
Maßnahmen des Klimaschutzes und zur Klimaanpassung
Handlungsbedarfe
Akteurslandschaft, Kooperations- und Netzwerkstrukturen
H3A1: Stärkung der Verantwortungsübernahme und Unterstützung von Initiativen
Wilde 17
Bellermanngarten,
Eulerplatz
Aktionsfonds-Projekte Baumscheiben
Parklets
Litterpicker
…
H3A2: Umwelt(-bildungs)-Netzwerk
Bsp. Umwelt im Quartier (ggf. als Themenschwerpunkt angedockt an das Netzwerk KiezBildung)
Infrastrukturelle Beschaffenheit (öffentlich und privat, innen und außen)
H3B1: Qualifizierung von Spiel- und Sportflächen
Behmstr (siehe Bildung)
Bolzplätze
Spielplätze
H3B2: Qualifizierung von Grünflächen
Travemünder Str (neben Bibliothek)
Rückseite Gericht (LZQ)
Zielgruppenspezifische und -übergreifende Inhalte / Angebote
H2C1: Inhaltliche Fokussierung
Sensibilisierung für Klimaschutz und Klimaanpassung
Aufbau und Stärkung von teilhabe- und partizipations-, chancengleichheits- und gesundheitsfördernden Beteiligungs-, Vernetzungs- und Kooperationsstrukturen.
Begriffsbestimmung / Zugrundliegendes Verständnis
Die Bearbeitung des Handlungsfelds Beteiligung, Vernetzung und Kooperation mit Partnerinnen und Partnern wird in erster Linie als den o.g. Handlungsfeldern (Integration und Nachbarschaft, Bildung und Gesundheit und Bewegung) dienend betrachtet.
Handlungsbedarfe
Akteurslandschaft, Kooperations- und Netzwerkstrukturen
Folgend sind Beispiele aufgeführt, wie unterschiedliche Handlungsbedarfe gemeinsam im Rahmen von Projekten / Maßnahmen bearbeitet werden können. Diese Beispiele sollen als Impulse für die Auseinandersetzung mit den identifizierten Handlungsbedarfen dienen.
Die Bedarfe und Maßnahmen sind nach Handlungsfeld farblich markiert.
PF1: Stärkung der Bildungslandschaft Badstraßenkiez durch: Stärkung des Bildungsstandorts Gesundbrunnen-Grundschule (Arbeitstitel)
H2A2: Stärkung und Erhalt der lokalen Akteur*innen
Initiative LUNA PARK e.V. (in Koop. mit GBGS und evtl. WBS)
Profilstärkung der Schulen
H2C2: Schulische und Außerschulische Bildung
Kulturelle und Künstlerische Bildung
H2A1: Stärkung der Netzwerk- und Kooperationsstrukturen
Stärkung von Kooperationen, insb. Schulen-Partner
PF2: Stärkung der Bildungslandschaft Badstraßenkiez durch: Stärkung der außerschulischen Bildungsangebote (Arbeitstitel)
H2A2: Stärkung und Erhalt der lokalen Akteur*innen
Lernwerkstätten
H2A1: Stärkung der Netzwerk- und Kooperationsstrukturen
Stärkung von Kooperationen, insb. Schulen-Partner
H2C2: Schulische und Außerschulische Bildung
Kulturelle und Künstlerische Bildung
Umweltbildung
H4C2: Bildungseinrichtungen
Gesunde Ernährung
H1B1: Öffnung und Qualifizierung von Räumlichkeiten
Kümmelküche
PF3: Stärkung und Sichtbarmachung der Beteiligung und des Engagements von Migrant*innen-Selbstorganisationen, Initiativen, Gruppen und Einzelpersonen (Arbeitstitel)
H1C3: Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrungen
Engagement, Teilhabe
H2C3: Erwachsenenbildung
Demokratiebildung
PF4: Jugend im Stadtteil – Engagement und Mitgestaltung des Sozialraums (Arbeitstitel)
H1C1: Jugendliche
Beteiligung, Empowerment, Engagement
H1C3: Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrungen
Engagement, Teilhabe
H1A2: Stärkung und Erhalt der lokalen Akteur*innen
Stärkung und Etablierung von WIB e.V.
H2C2: Schulische und Außerschulische Bildung
Demokratiebildung
Politische Bildung
H2C3: Erwachsenenbildung
Demokratiebildung
Politische Bildung
H5A1: Netzwerke
Jugend-Gremium
H5C1: Kinder und Jugend
PF5: Begegnung und Nachbarschaftsengagement im Badstraßenkiez (Arbeitstitel)
H1A2: Stärkung und Erhalt der lokalen Akteur*innen
Stärkung und Etablierung Kiezverein Badstraßenkiez e.V.
Folgend sind Beispiele aufgeführt, wie unterschiedliche Handlungsbedarfe gemeinsam im Rahmen von Projekten / Maßnahmen bearbeitet werden können. Diese Beispiele sollen als Impulse für die Auseinandersetzung mit den identifizierten Handlungsbedarfen dienen.
Diese Maßnahmen können im Rahmen des Baufonds, bzw. mit Programm-Restmitteln, umgesetzt werden.
Die Bedarfe und Maßnahmen sind nach Handlungsfeld farblich markiert.
BF1: Modernisierung und Aufwertung von Räumlichkeiten für Nachbarschaftsangebote (Arbeitstitel)
H1B1: Öffnung und Qualifizierung von Räumlichkeiten
Kümmelküche
Nachbarschaftsladen Butti16
Kiezoase / Grüntaler Treff
H1A2: Stärkung und Erhalt der lokalen Akteur*innen
Stärkung und Etablierung Kiezverein Badstraßenkiez e.V.
H5B1: Räume
Siehe Handlungsfeld 1
BF2: Qualifizierung des öffentlichen Raums für Sport und Bewegung (Arbeitstitel)
H2B2: Qualifizierung des öffentlichen Raums zur Schaffung von Bildungsräumen
Ausstattung für Sport im öff. Raum
H2C1: Frühkindliche Bildung
Sport und Bewegung
H4B2: Qualifizierung des öffentlichen Raums für Sport und Bewegung
Behmstraße
Bolzplätze
H4C1: Familienzentren – Zielgruppe Familien
Spielplätze, Erholungsräume
H4C2: Bildungseinrichtungen – Zielgruppe Kinder und Jugendliche
Gesunde Ernährung, Sport, Part.
Sport-Turniere / Festivals
H4C3: Nachbarschaftseinrichtungen und Vereine – Zielgruppe Erwachsene
Akteure: Die Partner*innen der Quartiersentwicklung werden unter Berücksichtigung der Vorschläge des OR durch die Steuerungsrunde benannt.
Bewohner*innen: Wenn Interessierte an drei Sitzungen innerhalb von 6 Monaten teilnehmen, werden sie Mitglied des QR und sind stimmberechtigt. (QR-Beschluss 08.11.2022) In öffentlichen Verfahren werden die Mitglieder des QR aus der Gruppe der Anwohnenden gewählt. Das Verfahren führt das Quartiersmanagement-Team durch.
Mitglieder des Quartiersrates werden in der Regel für zwei Jahre berufen. Eine erneute Wahl ist möglich.
Interessierte Personen sollten sich im Regelfall für zwei Jahre verpflichten wollen. Ein Aus- oder Einstieg in den Quartiersrat ist im Einzelfall aber auch jederzeit möglich.